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Industrial Internet of Things

Revolutionierte Beschaffung im Maschinenbau

Wie das Internet of Things die Lieferkette in der Beschaffung beeinflussen wird

10 Jahre sind in einer digitalisierten Welt wie unserer heute buchstäblich eine Ära. In 10 Jahren krempelt sich die Art und Weise, wie Menschen miteinander kommunizieren, Unternehmen arbeiten und Systeme funktionieren, einmal vollständig um. Dinge, die uns heute völlig alltäglich erscheinen, besaßen in den frühen 2000er Jahren noch keine Existenzgrundlage. Sie erinnern sich noch an Ihr erstes Smartphone? Sie hielten es, gehörten Sie zu den Tech-Freaks, vor zehn Jahren in den Händen. Es waren WhatsApp, Twitter und Facetime, die unseren privaten Alltag in 140-Zeichen-Schritten veränderten.

Dass technische Geräte wie ein Smartphone zu dieser Zeit bereits anfingen die Welt zu vernetzen, war bis dato nur in wenigen Köpfen angekommen. Clouds, die nicht nur Gedanken, sondern darüber hinaus hochsensible Daten um die Welt tragen und unser Vertrauen genießen, fanden zögernd Einzug, manifestierten ihren Status und sind heute zum Standardspeichermedium der modernen Welt geworden.

Industrial Internet of Things Kreatize

Das Internet der Dinge ist auf dem Vormarsch

Für den Maschinenbau hat Vernetzung eine globale Bedeutung. Intelligente Maschinen und Systeme, die eine vollständig vernetzte Wertstoffkette in Aussicht stellen, erfordern eine neue Produktionslogik, die durch das industrielle Internet of Things (IIoT) möglich gemacht wird. Dabei vernetzt die Cloud-basierte Revolution keine Menschen, sondern Dinge. CNC-Fräsen, 3D Drucker, Roboter, Drehmaschinen und Laserschmelzen sind heute mit Clouds verbunden und mit Sensoren ausgestattet, die unvorstellbar große Mengen nutzbarer Daten sammeln und verarbeiten. Gemeinsam bündeln sie das Potenzial noch nie dagewesener Produktivität und Effektivität auf Produktionsebene. Vergleichbar mit einem Schwarzen Loch ist das IIoT mit seiner Intensität die Prozesse an sich zu reißen noch nie da gewesen und verunsichert und fasziniert Experten sowie Laien gleichermaßen.

Das industrielle Internet der Dinge frisst Daten. Und Daten aller Art sind heute zu einer begehrten Währung geworden. Dabei haben wir uns inzwischen an die Verarbeitung persönlicher Daten aller Art gewöhnt. Diese zu unternehmerischen Zwecken bestmöglich auszuwerten und zu nutzen, hat bisher lediglich für einige Tech-Giganten gut funktioniert. Zumeist aber landen die Datenfluten ungenutzt in Speichermedien und verkommen dort nutzlos. Und dieses gilt im gleichen Maße für Daten in der Beschaffung, Produktion, Entwicklung oder der Logistik eines Unternehmens – bis heute.

Das Internet of Things hat das Potential Big Data innerhalb Closed-Loop Anwendungen so zu nutzen, dass Maschinen und Werkzeuge in der Lage sind aufgrund der generierten und verarbeiteten Daten Entscheidungen und Einsätze selbstständig zu koordinieren. Arbeitsprozesse der Mitarbeiter an und um diese Maschinerie ebenso zu optimieren, ist eine der größten Herausforderungen des IIoT.  

Die Revolutionierung der Lieferkette

Dabei sind die zu erwartenden Optimierungen im Bereich des CNC Machining, der additiven Fertigungsverfahren, dem Lieferkettenmanagement und dem Beschaffungsprozess in Unternehmen enorm. Durch die Straffung aller involvierten Prozesse lässt sich die Größe der Kosteneinsparungen nur phantasieren. Produktions- und Beschaffungsprozesse vollständig online abzuwickeln, vermögen so große Kosteneinsparungen generieren, dass die Idee des Outsourcings an Billigproduktionsländer in naher Zukunft abstrus erscheint.

Im anderen Fall bezieht das Outsourcing nicht nur die Auslagerung der Produktion, sondern auch das Cloudsharing von Geschäftsprozessen und Abläufen mit ein. Das industrielle Internet of Things transformiert die Lieferkette dahingehend, dass ein komplexes, kooperatives Ökosystem aufgebaut wird, in dem Unternehmen voneinander abhängig sind, um sich gekonnt an Markt-, Beschaffungs- und Lieferanforderungen anzupassen. Durch die stärkere Vernetzung der Branche bleibt der Einzelkämpfer zurück. Gewinneinbußen und Umsatzeinbrüche eines Unternehmens wirken sich vermehrt auf die gesamte Branche aus.

If you are competing in an ecosystem world, you must pay as much attention to the progress of co-innovators as to your own innovation efforts.

Ron Adner, Harvard Business Review

Supply Chain Transformation im Ökosystemansatz

Protokolle wie MTConnect oder OPC Unified Architecture bilden die Grundlagen des IIoT und Werkzeuge, Technologien und Sprachen, die Daten sammeln und auswerten können, sind vorhanden. Ein geeigneter Partner passt das Grundgerüst auf Ihre Unternehmen an, so dass veraltete Arbeitsprozesse durch den Einsatz des IIoT rationalisiert werden. Der Ökosystemansatz setzt auf eine gegenseitige Abhängigkeit von Unternehmen und unterstreicht die Komplexität der Fertigungswelt im IIoT. Heute beginnend mit Praktiken wie dem Distributed Manufacturing und Co-Creation Modellen bewegt sich die moderne industrielle Fertigung in eine neue Begrifflichkeit der Lieferkette.

Unternehmen stehen vor einer vollständigen Umwandlung Ihres Beschaffungslieferkette. Um Maschinenbauunternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen, ist die Auseinandersetzung mit der Komplexität der digitalen Fertigung und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Mitbewerbern und Partnern gleichermaßen Garant für solides Wachstum und optimale Entwicklungsmöglichkeiten. 

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