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KREATIZE Marktcheck Oktober 2020:
Lage im Maschinenbau weiter angespannt

Die aktuellen Zahlen der Corona-Neuinfektionen beschäftigen uns alle – privat, aber natürlich auch im Hinblick auf die Wirtschaft und unseren Arbeitsplatz. Besonders betroffen ist nach wie vor der Maschinenbau. Wir geben einen kurzen Überblick über die aktuelle Entwicklung und die Einschätzung der Betroffenen.

Im direkten Dialog mit unseren Kunden und Partnern wird deutlich:

  • Viele unserer Kunden sind weiter verhalten und scheuen große Investitionen in die Zukunft; 
  • die Auftragslage vieler Maschinenbauer ist nach wie vor weit entfernt vom Vorjahresniveau und
  • die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ist immer wieder Thema.

Kein Ende der Kurzarbeit in Sicht

Während die Kurzarbeit in vielen Branchen zurückgeht, steigt sie im Maschinenbau laut Zahlen des Ifo-Instituts immer noch an: Die Zahl der Kurzarbeitenden hat demnach im Juli weiter zugenommen, von 354.000 im Juni auf 378.000 – der Anteil stieg somit von 33 auf 35 %. Besonders von der Kurzarbeit betroffen ist nach wie vor die Metallindustrie: Im Juli lag der Anteil bei 45 % und 542.000 Betroffenen. 

Untermauert wird diese Stimmung von der aktuellen 8. VDMA-Blitzumfrage zum Coronavirus, an welcher im September 522 Entscheider im Deutschen Maschinenbau teilgenommen haben. 

Auftragseinbußen bei 77 % der Befragten

Hierin gaben 28 % der Befragten gravierende und 49 % merkliche Beeinträchtigungen durch Auftragseinbußen oder Stornierungen an. Besonders stark betroffen sind laut Umfrage die Robotik und Automation sowie der Werkzeugmaschinenbau – beide melden mit 50 % gravierende Beeinträchtigungen. Bei 9 % der Befragten sind die Lieferketten immer noch deutlich beeinträchtigt und um die nicht ausgelastete Kapazität anzupassen, planen 23 % der befragten Betriebe Personal abzubauen.

Aussichten für die nächsten 3 Monate

Leider sind die Aussichten für die nächsten 3 Monate ernüchternd: 30 % aller Befragten der VDMA nehmen an, dass deren Angebote weiter zurückgehen und 20 % gehen davon aus, dass die Anzahl fehlender Aufträge und Stornierungen weiter zunehmen werden. 

Etwas optimistischer sind die Befragten des PwC Maschinenbau-Barometers für das dritte Quartal: Hier erwarten rund ein Drittel der Entscheider einen positiven Trend für die kommenden 12 Monate (in Q2 waren es noch 20 %). Der Anteil der Befragten, die pessimistisch auf die konjunkturelle Entwicklung der nächsten 12 Monate blicken, hat sich um 14 Prozentpunkte auf 39 % verringert.

Einig sind sich fast alle Entscheider darüber (91 %!), was die Konjunktur weiter schwächen würde: Ein zweiter Lockdown.

Der Weg aus der Krise?

Was die Konjunktur beleben könnte, ist für 75 % der Befragten die Entwicklung eines Impfstoffs gegen den Coronavirus und für 68 % die Beschleunigung der Digitalisierung und Automatisierung

Einen Impfstoff können wir bei KREATIZE leider nicht entwickeln, aber: Wir wollen den Maschinenbau dabei unterstützen, digital und automatisiert einzukaufen, um Kosten zu sparen und krisensicher agieren zu können.

Hier finden Sie weitere Infos rund um unsere Angebote und Lösungen.

Quelle: VDMA, Ifo-Institut, PwC