Mit Smart Maintenance und Manufacturing Execution Systems zu mehr Leistung

Veröffentlicht von Tamara Tüchelmann und Moritz Helbich am 12. Juni, 2018.

Wie Unternehmen ihre Produktivität und Nachvollziehbarkeit von Prozessen nachhaltig steigern können und wo Maschinen den Techniker in Zukunft ersetzen. All das erwartet Sie im folgenden Blogpost

Die Wirtschaft befindet sich mitten im Zeitalter der Industrie 4.0. Digitalisierung, autonome Produktionsprozesse und Machine Learning werden für Unternehmen immer präsenter und strukturieren viele Firmen um. In dem heutigen Blogpost soll es um Smart Maintenance und Manufacturing Execution Ansätze gehen, die es Unternehmen ermöglichen administrative Aufgaben an Computer abzugeben und Wertschöpfungsketten rückverfolgbarer machen.

Intelligenter als der Mensch!? Das sind mittlerweile viele Maschinen, bei denen eine komplexe Steuerungssoftware im Hintergrund steht und permanent Daten verarbeitet.

Zeitintensive Inspizierung von Fehlermeldungen war gestern, Predictive Maintenance ist die Zukunft.  Mit dieser Thematik beschäftigt sich der Artikel ”Vorrausschauende Wartung”, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Ein Computer, der über Sensoren angesteuert wird und permanent Prozesse überwacht, kann binnen kürzester Zeit eine Fehlermeldung genauestens diagnostizieren und an einen Techniker übermitteln. Fehler können im Vorfeld definiert werden, so dass eine Warnung nur bei überschrittener Norm auftritt. Zusätzlich werden dem betroffenen Mitarbeiter automatisch der Zeitaufwand und die benötigten Fertigungsteile berechnet. Wenn der Prozess von einem externen Dienstleister ausgeführt wird, können alle Daten per Mausklick verschickt werden und sind über eine Cloud jederzeit abrufbar. Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass der Techniker fast komplett von administrativen Aufgaben abgelöst werden kann und sich auf Reparaturen, Konstruktionen und andere praktisch orientierte Arbeitsprozesse konzentrieren kann. Außerdem werden Wartungen kontinuierlicher durchgeführt, da die Maschine den Techniker stets an diese erinnert.

Insgesamt können derzeit fast 80% der Prozesse durch intelligente Technologie automatisiert werden. All dies führt zu höherer Effizienz, genauere Fehlerermittlung und steigender Sicherheit im Unternehmen. Um einen noch genaueren Einblick in die Materie der Smart Maintenance zu bekommen, sollten Sie unbedingt den Artikel “Eine Maschine, die den Techniker ruft” von Katharina Juschkat durchlesen.

So gut all diese Aspekte klingen, es gibt auch Schattenseiten der all so perfekten vorhersagenden Instandhaltung, die Dr. Jörg Schröper in seinem Artikel beschreibt.

Genaue Kenntnisse und die notwendige, vorher durchgeführte Datenerfassung ist sehr zeitaufwendig und kann ein Unternehmen mit enormen Kosten belasten. Außerdem wird mit Predictive Maintenance lediglich eine Aufzeichnung und Erfassung des Systemzustandes gewährleistet, nicht aber die Zuverlässigkeit der Maschinen und führt somit nicht direkt zu einer Kostenminimierung.

Ein Unternehmen sollte sich deshalb genauestens überlegen und im Voraus darüber informieren, ob Predictive Maintenance für ihre Prozesse sinnvoll ist.

Ein weiterer spannender Ansatz seine Produktion effizienter zu gestalten, ist das sogenannte Manufacturing Execution System (MES), bei dem über softwaregestützte Traceability Ansätze Fertigungsprozesse transparenter gestaltet werden sollen und die gesamte Wertschöpfung rückverfolgbarer gemacht wird. Einzelstückverfolgung und mehr Transparenz sind hier die entscheidenden Keywords. Dies soll für die IT-Infrastruktur den Mittelpunkt eines Fertigungsunternehmens bilden. Über Kommunikation mit dem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) und dem Maschinenpark kann die nötige Transparenz geschaffen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, können z.B. Einzelteile in Aufträgen mit Seriennummern, Barcodes oder auf RFID-Chips verknüpft werden, um eine Identifizierbarkeit zu schaffen.

Der Vorteil besteht also konkret darin, dass auch hier erneut alles durch den Computer gesteuert wird und somit administrative und organisatorische Fehler vermieden werden können. Außerdem kann die Produktqualität, durch die permanente Weitergabe der Daten eines Einzelteils an neue Prozessabteilungen, erhöht werden, da diese ihre Maschineneinstellungen anhand der vorher erfassten Daten einstellen kann, um das bestmögliche Produkt herzustellen. Es bleibt also spannend im Zeitalter der Industrie 4.0, hin Richtung Losgröße 1 und der vollständigen Smart Factory…

Alle oben genannten Artikel sind hier noch einmal für Sie auf einen Blick mit Titel und Keywords aufgelistet, damit ihr Sie sofort findet.

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Eine Maschine, die den Techniker ruft @Katharina Juschkat, #SmartMaintenance #Predictive Maintenance #Efficiency #ArtificialIntelligence, Lesezeit 3-4 Minuten

Vorrausschauende Wartung @Stefanie Michel #PredictiveMaintenance #Industrie4.0 #IIoT #Optimization, Lesezeit 3-4 Minuten

Kritik an Predictive Maintenance @Dr. Jörg Schröper #BigData #IIoT #Industrie4.0 #SmartMaintenance, Lesezeit 6 Minuten

Einzelstückverfolgung und mehr Transparenz @Tino Böhler #MES #ManufacturingExecutionSystem #AI #SmartFactory, Lesezeit 4-5 Minuten

Smart Factory @Audi

https://www.youtube.com/watch?v=qCgRSJZiloE

Das solltet Ihr nicht verpassen: Ende diesen Monats werden wir gemeinsam mit Cybus über das Thema Smart Factory sprechen und wie die gesamte Prozesskette von Bestellung bis hin zum Lieferanten und dessen internen Prozesse ablaufen kann. In unserem Newsletter teilen wir gerne alle Neuigkeiten mit Ihnen und schicken Ihnen spannende Artikel und Themen direkt in Ihr Postfach!

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Bis bald!  

Tamara Tüchelmann
Tamara TüchelmannMarketing & Communications at KREATIZE® GmbH.

Moritz Helbich
Moritz HelbichMarketing & Communications at KREATIZE® GmbH.