Subtraktive und Additive Fertigung

Veröffentlicht von Tamara Tüchelmann am 08. Februar, 2018.

Werkstücke und Bauteile können im subtraktiven oder additiven Fertigungsverfahren hergestellt werden.

Bei der subtraktiven Fertigung wird das Werkstück durch das Abtragen von Material gefertigt, die Fertigung wird aufgrund der abgetragenen Späne auch „Zerspanen“ genannt. Es wird also aus einem größeren Materialblock durch beispielsweise Fräsen, Bohren oder Drehen ein kleineres Werkstück erstellt. Ein großer Vorteil der subtraktiven Fertigung ist die hohe Genauigkeit, besonders bei der Arbeit mit geringen Toleranzen. Außerdem ist das Zerspanen bei großer Stückzahl sehr schnell.

Bei der additiven Fertigung entsteht das Werkstück, indem Schicht für Schicht Material aufgetragen wird (Schichtbauprinzip). Das Fertigungsteil wird direkt aus 3D-CAD-Daten erstellt. Es sind keine Bearbeitungswerkzeuge nötig. Dadurch lassen sich sehr komplexe Strukturen realisieren und es gibt kaum Designbeschränkungen. So können zu geringen Stückkosten und in angemessener Zeit sehr individuelle Prototypen und Kleinserien gefertigt werden. Aufgrund der schnellen Realisierbarkeit mit dem additiven Verfahren wird die Fertigung von Prototypen häufig als „Rapid Prototyping“, die Fertigung von Werkzeugen als „Rapid Tooling“ und die Fertigung von Endprodukten als „Rapid Manufacturing“ bezeichnet. Beispiele hierfür sind das Laserschmelzen und das Lasersintern, wo entweder durch das Schmelzen oder durch das Sintern einzelne Schichten miteinander verbunden werden.

Die beiden Prozesse sind sehr unterschiedlich und bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile. Gerade im Prototypenbau können mit dem additiven Verfahren kostengünstig individuelle Bauteile gefertigt werden. Häufig kann aber auch die Kombination von beiden Prozessen sinnvoll sein. Kommen Sie mit Fragen zu der richtigen Lösung für Ihre Herausforderung gerne auf uns zu.

Tamara Tüchelmann
Tamara TüchelmannMarketing & Communications bei KREATIZE® GmbH.