Wie Du additive Verfahren am besten für die Realisierung von Prototypen einsetzen kannst.

Veröffentlicht von Tamara Tüchelmann am 05. Februar, 2017.

Welche Vorteile additive Fertigung hat und welche verschiedenen additiven Verfahren es gibt, zeigen wir hier.

Was ist additive Fertigung?

Bei Additiver Fertigung (auch 3D-Druck oder Additive Manufacturing genannt) werden Bauteile Schicht für Schicht mit Hilfe von verschiedensten Technologien (Auswahl siehe unten) aufgebaut. Aus einem digitalen 3D-CAD-Modell werden mit verschiedenen additiven Fertigungsverfahren Prototypen und auch Serien (häufig Kleinserien) hergestellt. Ursprünglich wurde die Additive Fertigung ausschließlich für das Rapid Prototyping, also das schnelle Anfertigen von Prototypen, eingesetzt. Aufgrund geringer Festigkeiten dienten diese Prototypen allerdings überwiegend ausschließlich zu Anschauungszwecken. Mit der Zeit zeigte sich jedoch, dass es durch die zunehmende Weiterentwicklung der Additiven Fertigung und der Werkstoffe auch möglich wurde, funktionsfähige Bauteile als Prototypen und Kleinserien zu fertigen. In jüngster Vergangenheit wurde sogar mehr und mehr die Serienfertigung erprobt. So entstand der Begriff des Rapid Manufacturing.

Welche Vorteile haben die additiven Fertigungsverfahren?

Kostensenkung

Bei der Additiven Fertigung werden einerseits keine hohen Einmalkosten für Werkzeuge benötigt. Andererseits wird nur die Menge des Werkstoffes genutzt, die schlussendlich auch benötigt wird. Das ist Kosteneffizient und ermöglicht eine kurze Lieferzeit von nur 1–2 Tagen.

Rentabilität

Durch die Weiterentwicklung der Additiven Fertigung können (Klein-)Serien wirtschaftlich rentabel produziert werden. Gerade für Industrien mit sehr spezifischen Produktanforderungen ist das wichtig. In der Medizintechnik werden bereits seit längerer Zeit individuelle Produkte, wie Prothesen oder Zahnersatz, mit Additiven Fertigungsverfahren hergestellt.

Produktionsvereinfachung

Auch komplexe Bauteile können mit Additiver Fertigung in einem einzigen Produktionsschritt hergestellt werden. Somit sparen Sie sich die Koordination mehrerer Produktionsschritte und damit auch Ressourcen. Dadurch wird die Produktionsplanung und Produktion schneller umgesetzt.

Wie du schnell und einfach den passenden 3D-Druck-Anbieter findest:

Der erste Schritt zu Deinem Bauteil liegt in einem 3D-CAD-Modell, das Du auf verschiedenen Plattformen hochladen kannst. Um ein Beispiel zu geben, stelle ich den Prozess auf unserer Plattform: KREATIZE vor. Grundsätzlich lässt sich der Prozess bis zur Realisierung in vier Schritte einteilen:

Lade einfach Dein 3D-CAD-Modell oder Deine Zeichnung deines Bauteils hoch. Bitte hier darauf achten, dass es im STL-Format ist, sodass wir Deine Konstruktionsdaten bestmöglich in unser System importieren können.

Schon während des Hochladens beginnt der von uns entwickelte intelligente Algorithmus im Hintergrund Deine 3D-CAD-Daten zu analysieren und passende Fertigungsverfahren zu prüfen.

Basierend auf Deinen weiteren Angaben zu Werkstoff, Lieferzeit und Stückzahl ermittelt die intelligente KREATIZE-Software die voraussichtliche Lieferzeit und eine Kostenschätzung Deines gewünschten Bauteils. Du erhältst schnell und einfach die Angebote mehrerer Zulieferer und kannst diese anhand verschiedener Faktoren wie Lieferzeit, Zertifizierung und dem Angebotspreis der Lieferanten vergleichen.

Mit einem Mausklick kannst Du anschließend Dein Bauteil beim Anbieter Deiner Wahl bestellen! Und schon findet der Anbieter den Auftrag in seinem Email Postfach und fängt sofort an zu produzieren. Die fertigen Bauteile werden direkt zu Dir versandt.

So einfach!

Mit über 20 verschiedene Fertigungsverfahren, der größten Werkstoffauswahl und dem größte Netzwerk von Fertigungsdienstleister finden wir den richtigen Anbieter für jedes Deiner Projekt! Deine vielfältigen Auswahlmöglichkeiten an Werkstoffen (bspw. Metall und Kunststoff) durch unsere Zulieferer hilft bei der Realisierung Deiner technischen Bauteile.
Die Realisierung von Prototypen und Kleinserien war noch nie so einfach!!!
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Welche verschiedenen additiven Fertigungsverfahren gibt es?
Um ein paar Beispiele zu den verschiedenen Verfahren zu nennen, werden hier ein paar dargestellt, falls Du mehr Verfahren und deren technischen Spezifikationen kennenlernen möchtest, kannst Du jederzeit hier nachlesen.

Binder Jetting

3D Printing, 3DP & Drop-on-Powder
Bei diesem Verfahren werden zwei verschiedene Werkstoffe benutzt — ein pulverförmiger Werkstoff sowie ein üblicherweise flüssiges Bindemittel. Zuerst wird das Pulver auf der Bauplattform verteilt. Anschließend appliziert ein Druckkopf das Bindemittel auf dem Pulver an den nötigen Stellen. Danach wird die Bauplattform um die Schichtdicke des Bauteils nach unten abgesenkt und der Vorgang wird wiederholt bis das Bauteil fertiggestellt ist.

Selektives Laserschmelzen

SLM, Laser Melting, Direct Metal Laser Sintering (DMLS), Laser Cusing & Laser Beam Melting

Beim Selektiven Laserschmelzen werden dünne Schichten eines Metallpulvers von einem Laserstrahl verschmolzen. Dieser Vorgang wird wiederholt und das Bauteil so Schicht für Schicht aufgebaut.

Multi-Jet Modeling

MJM, Material Jetting, Drop on Demand & Inkjet Printing
Dieses Fertigungsverfahren ähnelt dem Prinzip eines 2D-Tintenstrahl-Druckers. Ein Photopolymer wird durch einen Druckkopf entweder kontinuierlich oder tröpfchenweise auf die Bauplattform aufgetragen. Die Werkstoffschichten werden anschließend durch UV-Licht ausgehärtet und der Prozess des Auftragens und des Aushärtens wiederholt.

Mehr zu unseren Prozessen findest Du hier…

Elektronenstrahlschmelzen

EBM & Electron Beam Melting
Beim Elektronenstrahlschmelzen werden dünne Schichten eines Metallpulvers von einem Elektronenstrahl verschmolzen. Der Prozess wird wiederholt und das Bauteil Schicht für Schicht aufgebaut.


3D Druck Glas.

Zu KREATIZE:

KREATIZE nutzt die neuen Möglichkeiten, um Unternehmen agiler, digitaler und erfolgreicher zu machen: Die integrierte Softwarelösung von KREATIZE digitalisiert und vernetzt die Prozesse von der digitalen Anfrage bis zum intelligenten Angebot und seiner datengestützten Auswertung. Mit den Apps unterstützt KREATIZE Hersteller im gesamten Prozess — von der Bestellung der Kunden über die Kalkulation- und Angebotserstellung bis hin zur Analyse der Daten. Unternehmen können mit der Softwarelösung von KREATIZE bessere Entscheidungen durch datengestützte Analysen treffen, die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette erfolgreicher gestalten und die Prozesse durch Digitalisierung und Automatisierung beschleunigen.
Auch für Einkäufer bietet KREATIZE die perfekte Lösung: Schnell und einfach können Bauteile hochgeladen und ein Angebot angefordert werden. Mit dem größten Herstellernetzwerk Europas erhalten Einkäufer die besten Angebot innerhalb weniger Tage.

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Tamara Tüchelmann
Tamara TüchelmannMarketing & Communications bei KREATIZE® GmbH.

By |2018-04-26T11:57:43+00:00Februar 5th, 2017|3D Druck, Additive Fertigung, Rapid Prototyping|